Florian Priemel Podcast

...was aus dem Kopf fällt.

Disclaimer: Mir ist durchaus bewusst, dass ich im folgenden lediglich meine eigene Faulheit und Bequemlichkeit verintellektualisiere.

Die NSA fischt also Daten praktisch aller relevanten, amerikanischen Internet-Dienste ab. Und viel mehr. Ich möchte an dieser Stelle allerdings bewusst erst einmal nur einen Teilaspekt des Komplexes “Globaler Überwachungsstaat powered by America” herausgreifen.

Vor dem Hintergrund der Enthüllungen von Edward Snowden über die allgegenwärtige Ausspähung und Verarbeitung praktisch aller Kommunikation im Internet bleibt der Aufschrei in der (dt.) Bevölkerung, gemessen am Grad der Eingriffstiefe in die Privatsphäre eines jeden einzelnen gering. Wie die Zeit darlegt, ist zwar Empörung da, allerdings besonders bei der jüngeren Generation wenig Wille dazu, aktiv zu werden. Und sei dies nur in Form der Verweigerung amerikanischer Dienste, wie Google und Facebook.

Es ließe sich zwar argumentieren, dass die Geheimdienste offenkundig wenig Unterschied machen, zwischen amerikanischen und europäischen Bits, dies ist jedoch für mein kleines Anliegen an dieser Stelle nicht relevant.

Und das ist folgendes: Von jedem einzelnen zu erwarten in dieser Hinsicht umsichtige, kluge und gut informierte Entscheidungen zu treffen, zeigt in die falsche Richtung!

Es ist die gleiche Forderung, die nach dem Bekanntwerden von Lebensmittelskandalen in schöner Erwartbarkeit laut wird: Die nach dem ‘verantwortungsbewussten Verbraucher’, der durch seine Entscheidungen vermeintlich Einfluss auf die Praktiken der Industrie hat. Doch zu erwarten, dass seitenlange AGBs gelesen und verstanden werden, ist noch um Grade utopischer, als vom durchschnittlichen Konsumenten zu erwarten, sich nicht vom Bild der Erdbeeren auf dem Joghurt täuschen zu lassen, weil eben diese doch eindeutig in der Zutatenliste fehlen. Oder zu erwarten, dass doch eigentlich jedem klar sein müsste, dass man mit Pferd in der 1,39-€-Lasagne noch gut bedient sein dürfte. Dass der Konsument hier von seiner vermeintlichen Macht Gebrauch macht und diese Hersteller meidet, ist in meinen Augen eine grundfalsche Forderung. Nicht nur, weil sie diejenigen bevorzugt, die mehr Zeit, Motivation oder Gehirnschmalz haben.

Die richtige Forderung lautet: Es darf diese Angebote garnicht geben! Und es ist eine Forderung an die Politik.

Sie hat Gesetze so zu gestalten, dass auf aromatisiertem Sägespanjoghurt keine Erdbeeren abgebildet sind! Und dafür, dass ein Unternehmen wie Facebook für jeden Europäer, den es mit nicht datenschutzkonformen AGBs übervorteilt und dessen Daten es bereitwillig auf den Servern der NSA ablegt, massiv empfindlich bestraft wird. Und zwar in einem Maße massiv, dass am Ende nicht seitenlange, nicht verständliche AGBs existieren, sondern ein großer, roter Hinweis:

Ausnahmslos alles, was hier geschrieben wird, wird von uns dazu genutzt Sie mit Werbung zu nerven und jedem Geheimdienstler, der einen Ausweis in der Tasche hat anlasslos komplett in Echtzeit übermittelt.

Zustimmen, oder gehen?

Diese Woche ist Hurricane. Wenn alles gut geht, vielleicht mit einer Sendung direkt vom Ort des Geschehens. Falls nicht, gibt es auf jeden Fall in der nächsten Woche eine neue Sendung auf die ich mich schon sehr freue. Schonmal schön alles zurecht rücken hier…

Alles mal wieder gerade rücken.
Alles mal wieder gerade rücken.

Eigentlich nur der Test des neuen Interfaces. Jetzt ein halber Song und eine Rezitation von Goethes Faust. Was liegt auch näher, als seiner Frau einfach ein Reklamheft in die Hand zu geben, wenn grade kein Songtext greifbar ist?

Von nun an ist ein Teil des Outputs meines kleinen Studios auch auf Youtube zu finden.

Es hat funktioniert. Aller technischen Widrigkeiten zum Trotze sind die ersten vier Teile von TaschaLP online. Wir haben noch schnell eine Intro-Melodie und ein Bisschen was zum gucken dazu geschustert und nu geht es los.

Ich wünsche den geneigten Zuschauern viel Spaß!

 




 

 

 

Wir schreiben das Jahr 2013. Mit Tablet PCs ist mittlerweile eine Rechenleistung abrufbar, die vor einigen Jahren noch hässlichen, weißen Heizkraftwerken unter dem Schreibtisch vorbehalten war. Der gemeine Netzmensch konsumiert täglich eine dermaßen gewaltige Menge an Daten, dass die Telekom garnicht anders kann, als Deutschland in die Steinzeit zurückzudrosseln. HD-Content ist im Netz allgegenwärtig. Leicht kosumierbar mit einem durchschnittlichen DSL-Anschluss. Alles easy.

Die Illusion der perfekten digitalen Sphäre fällt erst, wenn man versucht, sich der schicken, neuen HD-Welt von der andere Seite der Mattscheibe aus zu nähern. Wenn man nämlich versucht auf die Seite der Produzenten zu wechseln. Von deutschem 3.-Welt-DSL mit 1Mbit Upload soll an dieser Stelle garnicht die Rede sein. Das Problem beginnt bereits, wenn man die beim Erstellen eines Videos in HD anfallenden Datenmengen mal eben vom schwachbrüstigen Spiele-Rechner auf den danebenstehenden Rechenknecht schieben möchte.

Aus 40 Zentimetern Entfernung werden über das heimische WLAN bei mächtigen 1 Mbyte/s 17 Stunden Wartezeit. Inakzeptabel. Bei amazon.de nach einem USB-Stick suchend bietet die erste Seite portable Datengräber mit 8-32 GB Kapazität an. Völlig unzureichend, aber immerhin die Wartezeit bei USB 2.0 im praktischen Test zumindest auf unter 4 Stunden drückend. Vier Stunden natürlich, die man ebenfalls nicht warten möchte um 40 Zentimeter Luftlinie zu überbrücken. Ein akzeptabel dimensionierter Stick mit USB 3.0 schlägt mit einem dreistelligen Betrag zu Buche. Wegen 40 Zentimetern!Ein Crosskabel könnte, als quasi Legacy-Variante Abhilfe schaffen und das Warten theoretisch auf unter 2 Stunden drücken. Trotzdem sieht die schöne neue Welt der HD-Video-Produktion damit eher mau aus. Flüssiges Arbeiten ist etwas anderes.
Trotzdem gebe ich natürlich nicht auf und freue mich darauf, euch bald hier an dieser Stelle und selbstverständlich auf Youtube die ersten Gehversuche in Sachen Let’s Play zu präsentieren!

So gern ich dieses Shirt getragen habe… ich denke es ist der Zeitpunkt gekommen, es selbst vom “Geht-noch-zum-drin-pennen-Stapel” zu nehmen. Liebe GEE, solltet ihr noch Restbstände eurer Abo-Shirts haben, wäre ich mehr als offen für einen Deal unter Freunden!

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Allerspätetens am letzten Wochenende ist der Punkt für mich erreicht gewesen, an dem die letzten Zweifel sich in Luft aufgelöst haben und es sich klarer als je zuvor vor meinem geistigen Auge manifestiert hat:

Fernsehen als Kanal ist tot.

Sie könnten mir die Leitung abklemmen, wenn es denn ironischerweise nicht die selbe wäre, aus der mein Internet kommt. Dabei war, wie ich im Nachgang festgestellt habe, das Angebot, das mir öffentliche und private Sender machen wollten, gar nicht übel. Ich hätte mich zwischen den blauen Aliens aus Avatar, dem brillanten Film Gran Torino, gefolgt vom nicht minder brillanten Million Dollar Baby und Shakespeare in Love entscheiden können. Diverse Unterhaltungsformate und den obligatorischen Tatort nicht einbezogen. Einzig, ich habe nicht einmal nachgeschaut. Das vielfältige Angebot des Fernsehns ist nicht bei mir angekommen.

Denn ohne einen Gedanken an eben dieses zu verschenken, suchten meine Frau und ich unsere Zerstreuung auf Youtube. Denn wir wussten, was wir sehen wollten. Und ist dies der Fall, so ist alle Vielfalt letztlich Beliebigkeit und damit überflüssig.

Dabei ist das Angebot nicht das Problem. Es ist die diffuse Darreichungsform. Der Kanal Fernsehen entspricht einer Bäckerei, in die man geht, ohne zu wissen, welche Backwaren im Regal liegen. Das mag schön sein, wenn man grad nichts Besseres zu tun hat, ist aber mehr als unbefriedigend, wenn Croissants das einzige sind, wonach man sucht.

Was in der nachwachsenden, werberelevanten Zielgruppe gern als Medienkompetenz daher kommt, ist oft nichts anderes, als ein klar umrissener, selektiver Geschmack. Wer Croissants möchte, braucht die Auslage mit Brötchen und bunten Kuchen nicht.

Und um pflichtschuldig den Titel aufzulösen: Statt uns Gran Torino oder den Tatort anzusehen, haben wir den Abend mit einem Let’s Play zu “Der Klomanager” beschlossen:

Und wir wurden gut unterhalten.

 

Diese WordPress-Geschichte hat schon so ihre demotivierenden Momente. Beispielsweise die Feststellung, dass das Theme der Wahl sich durch besonders tiefgehende Inkompatiblität mit dem Podcasting-Publisher der Wahl auszeichnet.
Und somit die Arbeit eines Wochenende in Sachen Anpassungen des besagten Themes an die eigenen Bedürfnisse für den Fuß geworden ist.
So ergab es sich, dass ich mir ein ordentlich programmiertes Theme zugelegt habe, welches in seiner Grundausstattung zwar komplett anders aussieht, sich aber durch stundenlanges CSS-Gefrickel dazu bewegen ließ am Ende ziemlich ähnlich auszusehen, wie das, was die Arbeit des letzten Wochenende ausgespuckt hatte.
So, here it is! Take this, Programmierunfähigkeit!

Länge: 1:16:58
Teilnehmer:
avatar Lars Holscher
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